Paladin Quant Monatsupdate | März 2021

Es liegt ein spannender Börsenmonat Februar hinter uns. Auf der einen Seite war dieser von immer neuen Rekorden an den Aktienmärkten gekennzeichnet, bevor mit Ende der Karnevalszeit Zins-, Inflations- und Pandemie-Sorgen die Oberhand gewannen und für eine turbulente zweite Monatshälfte an den Märkten sorgten. In unserem Monatsupdate lesen Sie, wie stabil unser Publikumsfonds Paladin Quant Aktien Global Nachhaltig in diesem spannenden Marktumfeld den Vorsprung verteidigen konnte, den er sich mit einem außergewöhnlich guten Januar gegenüber dem globalen Benchmarkindex für defensive Aktienstrategien erarbeitet hatte.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

PALADIN QUANT AKTIEN GLOBAL NACHHALTIG – BERICHT AUS DEM PORTFOLIO FÜR FEBRUAR 2021

Nach dem schwachen Abschluss des Monats Januar zeigten sich die Aktienmärkte in der ersten Februarwoche von ihrer besten Seite. Die Corona-Pandemie wurde weitgehend ausgeblendet und gute Firmenbilanzen, sich aufhellende Konjunkturdaten sowie die Hoffnung auf das umfangreiche Konjunkturpaket der neuen Biden-Administration sorgten in vielerlei Hinsicht für die beste Börsenwoche seit November des vergangenen Jahres. So schloss der DAX die erste Handelswoche des neuen Monats mit einem satten Plus von rund 4,6% ab und der US-amerikanische marktbreite S&P-500-Index sowie der technologielastige Nasdaq-Composite-Index erklommen neue Allzeithochs. Der DAX folgte zu Beginn der nächsten Handelswoche ebenfalls mit einem neuen historischen Höchststand und auch allen wichtigen US-Indizes gelangen in der zweiten Februarwoche neue historische Bestmarken. Der Dow-Jones-Index markierte sogar vier Tage in Folge frische Allzeithochs. Die Hoffnung auf umfangreiche Konjunkturhilfen der US-Regierung sowie diverse Statements vonseiten der Notenbanken, die auf eine weiterhin stützende Haltung der Geldpolitik und entsprechend hohe Liquidität in den Märkten schließen ließen, überlagerten in der ersten Monatshälfte Sorgen vor steigenden Zinsen und Inflationsraten sowie vor einer dritten Corona-Welle deutlich und machten diese fulminante Rekordjagd an den meisten Aktienmärkten möglich. Sogar der japanische Nikkei-Index konnte Mitte Februar erstmals seit 1990 wieder über der Marke von 30.000 Punkten schließen.

Mit dem Ende der Karnevalszeit drehte jedoch pünktlich zum Aschermittwoch auch die bis dato ausgelassene Stimmung an den Börsen. Im weiteren Verlauf des Monats stiegen statt den Aktienkursen nämlich vor allem die Anleiherenditen. Wegen steigender Finanzierungskosten für Unternehmen und steigender Attraktivität von Renten als Alternative zu Aktien ist dies traditionell Gift für die Aktienmärkte, sodass es im weiteren Monatsverlauf zu einigen Rücksetzern an den Märkten kam. Zum Monatsende notierten zehnjährige Bundesanleihen und entsprechende US-Treasuries mit Renditen von knapp -0,2% bzw. 1,5% dann sogar so hoch wie seit etwa einem Jahr nicht mehr. Die Gründe für diesen Renditeanstieg sind in Sorgen vor steigenden Inflationsraten zu suchen, die durch die anhaltende Geldschwemme der Notenbanken und die umfassenden staatlichen Konjunkturprogramme in vielen Volkswirtschaften ausgelöst werden könnten. Diese Sorgen beschäftigen die Marktteilnehmer latent bereits seit vielen Wochen und rückten gerade in der zweiten Februarhälfte immer mehr in den Vordergrund. Zum Monatsende sahen sich daher sowohl die US-amerikanische Notenbank als auch die Europäische Zentralbank genötigt, den Inflationssorgen entgegenzutreten bzw. zu bekräftigen, dass sie steigenden Anleihenrenditen nicht tatenlos zusehen würden. Dies trug dazu bei, dass sich die Aktienmärkte in den letzten Handelstagen des Monats wieder etwas beruhigten. Der globale Benchmarkindex für defensive bzw. volatilitätsreduzierte Aktienanlagen, der MSCI World Minimum Volatility Index, schloss in Euro betrachtet den Monat Februar dennoch mit einem Minus von 1,5% ab. Unser globaler Aktienfonds, der ein ähnliches Profil wie der MSCI World Minimum Volatility Index aufweist, musste etwas mehr Federn lassen und ein Minus von 2,4% für den Januar verbuchen (S-Tranche, ISIN: DE000A2N68Q2). In Verbindung mit dem herausragenden Januar konnte unser Fonds seinen Vorsprung vor dem Benchmark-Index jedoch verteidigen und liegt seit Jahresbeginn per Ende Februar in der S-Tranche bei einem Minus von 0,5%, während der MSCI World Minimum Volatility Index in Euro betrachtet seit Jahresbeginn um 2,7% nachgab.

Die Grafik zur Wertentwicklung zeigt, wie sich unser Fonds im Vergleich zu den iShares ETFs auf den MSCI World Minimum Volatiltiy Index (ISIN: IE00B8FHGS14) und auf das ESG-Pendant dieses Index (MSCI World Minimum Volatility ESG Reduced Carbon Target Index; ISIN: IE00BKVL7778) seit Jahresbeginn im Spannungsfeld zwischen Rekordjagd und Goldgräberstimmung an den Aktienmärkten an einigen Tagen und Zins-, Inflations- und Corona-Sorgen und den damit einhergehenden Verkaufswellen an anderen Tagen entwickelt hat. Es ist zu erkennen, dass der Fonds im Aufwärtstrend etwas weniger schwankte und auch in Phasen des Abverkaufs an den Märkten etwas stabiler war als die ETFs auf diese defensiven Benchmarkindizes.

Warum hatte unser Aktienfonds im Februar jedoch eine etwas schwächere Performance als der MSCI World Minimum Volatility Index zu verzeichnen? Die Hauptgründe dafür liegen vor allem in der Sektor- und in der Währungsallokation des Fonds, die in den folgenden beiden Grafiken zum Stichtag 28.02.2021 dargestellt sind.

Abgesehen vom Energiesektor, der weder in unserem Fonds allokiert ist noch im iShares ETF auf den MSCI World Minimum Volatility Index eine Rolle spielt, war der Finanzsektor über den Monat Februar die mit Abstand stärkste Branche im Aktienmarkt. Der MSCI World Financials konnte in Euro betrachtet beispielsweise einen zweistelligen Zugewinn verbuchen. Der Finanzsektor ist aber auch genau diejenige Branche, in der wir relativ zur Benchmark MSCI World Minimum Volatility am stärksten untergewichtet sind. Das absolute Gewicht von Finanztiteln beträgt in unserem Portfolio zudem nur 0,6%. Folglich konnten wir an der guten Performance von Aktien aus dem Finanzsektor nicht nennenswert partizipieren, während der Benchmark stark zugutekam, dass steigende Kapitalmarktzinsen und sich versteilernde Zinsstrukturkurven insbesondere Aktien aus dem Bankensektor gewaltigen Rückenwind verliehen. Die Sektoren Zyklische Konsumgüter, IT, Immobilien und Industrie, in denen wir ebenfalls stark von der Benchmarkgewichtung abweichen, unterschieden sich in ihrer Performance über den Monat Februar hingegen kaum vom Gesamtmarkt, sodass auf Sektorebene klarer Gegenwind für unsere defensive Positionierung herrschte, die die größtenteils sehr schwankungsfreudigen Finanztitel nochmals deutlich schwächer gewichtet als der MSCI World Minimum Volatility Index.

Die Grafik zur Währungsgewichtung im Fonds zeigt, dass neben dem US-Dollar der Japanische Yen und der Schweizer Franken die beiden größten Positionen in unserer breit diversifizierten Währungsallokation sind. Diese beiden traditionell als sicherer Hafen fungierenden Währungen waren aber im Februar mit Abwertungen von jeweils rund 1,6% zum Euro die beiden schwächsten der großen Währungen aus Sicht eines Euro-Investors. Der US-Dollar ging hingegen fast unverändert zum Euro aus dem Monat Februar. Folglich herrschte auch vonseiten der auf sichere Häfen und breite Diversifikation ausgerichteten Währungsallokation in unserem Portfolio Gegenwind relativ zum MSCI World Minimum Volatility Index, der sowohl den Yen als auch den Franken deutlich niedriger gewichtet hat.

Wie wir vor einem Monat an dieser Stelle erläutert haben, kam der sehr ambitionierte Nachhaltigkeitsansatz unseres Fonds diesem im Januar klar zugute und sorgte dafür, dass unser Fonds einen deutlich besseren Jahresauftakt verzeichnen konnte als der vom Risikoprofil vergleichbare MSCI World Minimum Volatility Index. Im Februar kehrte sich diese Entwicklung jedoch teilweise um, da sich die großen globalen Benchmarkindizes von MSCI etwas stärker entwickeln konnten als ihre jeweiligen nachhaltigen Pendants. Wenn nachhaltige Aktien weniger gefragt sind, schlägt dies auf unseren Fonds nochmals stärker durch als auf die weniger ambitioniert nachhaltigen Benchmarkindizes. Die folgende Grafik stellt anhand der sogenannte Carbon Risk Ratings unseres Datenanbieters ISS ESG Research den CO2-Fußabdruck unseres Fondsportfolios dem des iShares ETF auf die nachhaltige Version des MSCI World Minimum Volatility Index gegenüber.

Es ist klar zu erkennen, dass unser Portfolio einen deutlich größeren Anteil an Unternehmen mit führenden Rollen im Klimaschutz oder zumindest überdurchschnittlich guten CO2-Ratings enthält und damit nochmals deutlich grüner ist als die nachhaltige Fassung des MSCI World Minimum Volatility Index – zumal wir auch keine Unternehmen mit CO2-Ratings, die als schlecht eingestuft werden, im Portfolio zulassen. Diese starke Nachhaltigkeitsausrichtung war im Februar eher ein Nachteil an den Märkten, hatte uns im Januar aber massiven Rückenwind beschert, der auch maßgeblich dazu beigetragen hat, dass unser Fonds wie oben erwähnt seit Jahresauftakt noch immer deutlich vor dem MSCI World Minimum Volatility Index und seinem nachhaltigen Pendant liegt.

Wir sind davon überzeugt, dass unser konsequenter Nachhaltigkeitsansatz auch im weiteren Verlauf des Jahres einen positiven Beitrag zur Fondsperformance leisten wird und werden Sie an dieser Stelle regelmäßig auch über neue Entwicklungen in Sachen „Nachhaltiges Investieren“ auf dem Laufenden halten.